Krippenplätze in Wadern

26.11.2020

Frauen - Union fordert mehr Krippenplätze

Frauen Union Wadern: Zu jeder Kindertagesstätte gehört eine Krippe
Die Frauen-Union Wadern fordert von der Stadt Wadern die Einrichtung von Krippen an allen Standorten von Kindertagesstätten. 64% Betreuungsdefizit im Krippenbereich und überlange Wartezeiten sind nicht hinnehmbar. Die Frauen Union Wadern fordert daher eine städtische Kinderkrippe auch für Morscholz.
In städtischer Trägerschaft sind in Wadern vier Kindertagesstätten: in Büschfeld, in Löstertal, in Noswendel in Morscholz. Lediglich in Büschfeld und in Löstertal unterhält die Stadt auch eine Kinderkrippe.
Die Stadt ist in der Pflicht, in allen Stadtteilen diesen Nachteil für Kinder und Eltern zu beheben: Nicht nur – wie geplant – in Noswendel, sondern auch in Morscholz. Wegen der Lage im Grünen und durch das große Grundstück ist der Morscholzer Standort geradezu ideal für eine Kinderkrippe. Die Vorsitzende der Frauen Union Wadern Dr. Kathrin Müller fordert: „Beide Krippenprojekte – Noswendel und Morscholz – müssen parallel gebaut werden!“
Gegenüber den nicht städtischen Trägern ist die Stadt erheblich im Hintertreffen. Alle vier kirchlichen Kindertagesstätten, St. Michael in Lockweiler, Herz-Jesu in Nunkirchen, St. Theresie in Wadrill und „Die Arche“ in Wadern haben auch eine Krippe. Das gilt auch für St. Maria in Dagstuhl. Hier sind die nah beieinander liegenden Einrichtungen Kindergarten und Kinderkrippe in der Trägerschaft der St. Maria Kinder- und Jugendhilfe.
Sollte die Stadt sich ihrerseits nicht imstande sehen, zwei Projekte gleichzeitig anzugehen, sollte sie ihre Trägerschaft überdenken.
Kombinationsstandorte von Krippe und Kindergarten sind auch aus pädagogischen Gründen geboten.
So wird das Krippenkind von Beginn an mit Turnraum, Speisesaal, Garten und dem ganzen Gebäude vertraut. Diese wichtige Grundorientierung bleibt bis zum Eintritt in die Schule gewährleistet. Das kleine Kind braucht sich beim Wechsel in den Kindergarten nicht umzugewöhnen – ein erheblicher Vorteil, der nicht unterschätzt werden darf.
Kinderkrippen an allen Standorten von städtischen Kindertagesstätten würden auch die langen, teilweise unzumutbaren Wartezeiten verkürzen. Momentan grenzt es für Eltern im Einzugsgebiet der Noswendeler und Morscholzer Kindergärten an ein Lotteriespiel, wo und wann sie für ihr Kind zeitnah einen Krippenplatz finden. Für berufstätige Eltern ein Dilemma – sie brauchen Planungssicherheit.
Dr. Kathrin Müller appelliert an alle politischen Verantwortlichen: „Nehmt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ernster! Schafft eine wohnortnahe und verlässliche Betreuung der Kleinen an jedem Kindertagesstättenstandort unserer Stadt! Die Eltern werden es danken.“